Madrid und Valencia heben Rivalität auf neues Niveau

Stade de France, Paris – 24.05.2000 – Endspiel
Real Madrid
Real Madrid
Morientes 39 McManaman 67 Raúl González 75
3 - 0
Valencia
Valencia
Taktische Meisterleistung

"Das war einer der Tage, an dem du rausgehst und spielst, und alles funktioniert." Steve McManaman

1999/00

• Spanien konnte drei Mannschaften im Halbfinale stellen – Real Madrid CF, FC Barcelona und Valencia CF -, und erstmals standen am Ende zwei Teams aus dem gleichen Land im Endspiel der UEFA Champions League.

• Barcelona traf in jedem seiner 16 Spiele der UEFA Champions League und setzte eine Rekordmarke von 45 Tore, wobei Rivaldo zehn Treffer erzielte und gemeinsam mit Mário Jardel und Raúl González Torschützenkönig wurde.

• Simone Inzaghi wurde zum erst zweiten Spieler, der vier Tore in einem Spiel erzielte, als S.S. Lazio in der zweiten Gruppenphase mit 5:1 gegen Olympique de Marseille gewann. AC Milans Marco van Basten gelang das bereits 1992.

Die UEFA Champions League betrat in der Saison 1999/2000 Neuland. Trotz vergrößertem Starterfeld blieben am Ende zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs zwei Teams aus dem gleichen Land übrig. Der achte Titel von Real Madrid CF rundete die Saison dann aber wieder auf familiärer Basis ab.

Am Ende gab es einen Sieg gegen ein beeindruckendes Team von Valencia CF, das im Halbfinale den spanischen Meister FC Barcelona mit 4:1 ausgeschaltet hatte. Die nationale Hierarchie wurde dann im Stade de France allerdings wiederhergestellt, nachdem ein offensiv eingestelltes Team von Héctor Cúper gegen Madrid kaum ein Durchkommen fand und mit eigenen Mitteln geschlagen wurde.

Der Führungstreffer war ein typisches Beispiel dafür, nachdem beide Außenverteidiger daran beteiligt waren. Roberto Carlos spielte Míchel Salgado mit einem Freistoß auf der rechten Seite an, dessen Flanke dann Fernando Morientes am zweiten Pfosten fand. Und plötzlich waren die beiden bitteren Niederlagen gegen den FC Bayern München in der zweiten Gruppenphase ganz weit weg.

Valencia drückte angetrieben von Gaizka Mendieta auf den Ausgleich, doch Madrid hielt den Angriffsversuchen des Gegners stand und war dem zweiten Tor insgesamt näher. Nachdem Santiago Cañizares nach einer Stunde noch gegen Raúl González parieren konnte, war er vier Minuten später gegen Steve McManaman machtlos. Der Mittelfeldstratege neben Fernando Redondo wurde an der Strafraumgrenze angespielt und drehte den Ball dann um den Pfosten ins Tor.

Sieben Minuten später machte Raúl nach Zuspiel des eingwechselten Sávio dann endgültig den Deckel drauf und sicherte seinem Team einen am Ende deutlichen 3:0-Sieg.

Schlüsselspieler

  • Mendieta

    Der spanische Nationalspieler Mendieta, der Valencia CF zu großem Ansehen verhalf, war ein Allrounder, der seine Qualitäten sowohl in der Defensive als auch in der Offensive hatte. Als Valencia in der UEFA Champions League 2000 und 2001 jeweils bis in das Finale kam, wurde er zum besten Mittelfeldspieler der Königsklasse gewählt. Mit Valencia gewann er in drei Jahren zwei Titel, mit Middlesbrough FC holte er 2004 dann den englischen League Cup.

  • Morientes

    Morientes, ein Stürmer mit ausgezeichnetem Torinstinkt und Kopfballspiel, spielte sieben Jahre bei Real Madrid CF und gewann an der Seite von Raúl González drei Mal die UEFA Champions League. Nachdem er zwei Mal Meister wurde, führte er den AS Monaco FC, für den er auf Leihbasis spielte, bis in das Finale der UEFA Champions League 2004. Später spielte er dann noch für Liverpool FC, Valencia CF und Olympique de Marseille. In 47 Länderspielen für Spanien erzielte er 27 Treffer.

  • Raúl González

    Als Club Atlético de Madrid im Jahr 1992 seine Jugendakademie verkleinerte, um Geld zu sparen, konnten sie noch nicht wissen, was sie diese Maßnahme letztlich kostete. Stürmer Raúl González wurde bei Real Madrid CF jedenfalls mit offenen Armen empfangen. 18 Jahre, 740 Spiele und 323 Tore später, hatte er mit den Königlichen drei Mal die UEFA Champions League und sechs Mal die spanische Meisterschaft gewonnen. In 102 Länderspielen für Spanien erzielte der Mittelstürmer 44 Treffer. In seinen zwei Jahren für den FC Schalke 04 eroberte er auch die Bundesliga im Sturm und schoss in 66 Spielen 28 Tore.

Was passierte als nächstes?

• Valencia CF verlor auch das nächste Finale zwölf Monate später. Nach 120 Minuten kamen die Spanier im San Siro nicht über ein 1:1 gegen den FC Bayern München hinaus, im Elfmeterschießen gab es dann eine 4:5-Niederlage.

• Die Titelverteidigung von Real Madrid CF endete im Halbfinale gegen die Bayern. 2002 klappte es dann aber mit dem neunten Titel, Zinédine Zidane sicherte mit einem sehenswerten Treffer einen 2:1-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen.

• Zidane war neben Luís Figo, Ronaldo und David Beckham einer von vielen großen Namen, die sich dem Klub in den nächsten zwei Jahren anschlossen. Sie erhielten den Spitznamen "die Galaktischen".

• Rafael Benítez ersetzte 2001 den zum FC Internazionale Milano abgewanderten Héctor Cúper und gewann mit Valencia zwei Meisterschaften - die fünfte und sechste - sowie 2004 den UEFA-Pokal.

• Vicente del Bosque, der Madrid nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Saison 2002/03 überraschend verließ, wurde der erste Trainer, der in der UEFA Champions League, der EURO und der FIFA-Weltmeisterschaft triumphierte.

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